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Der Darm
Der menschliche Darm gliedert sich in zwei wesentliche Teile: Dünndarm und Dickdarm. Nachdem die Nahrung den Magen passiert hat und dort durch die Magensäfte in ihre Bestandteile aufgelöst wurde, gelangt sie in den vier bis fünf Meter langen Dünndarm, der in vielen Schlingen im Bauchraum liegt. Dort werden die nützlichen Anteile der Nahrung weiter verdaut und durch die Darmschleimhaut in den Körper aufgenommen. Der Rest gelangt weiter in den Dickdarm (Kolon), der 1,50 bis 1,80 m lang und wie ein umgekehrtes U gelagert ist. Er beginnt rechts unten im Bauch (der Blinddarm ist ein sackartiger Darmanteil am Übergang zwischen Dünn- und Dickdarm), steigt nach oben, führt zur anderen Körperseite und dort wieder hinunter. Die letzten 15 bis 20 cm sind noch einmal besonders abgegrenzt; man nennt diesen Abschnitt vor dem Darmausgang den Mastdarm (Rektum). Dieser wird durch ein System von Muskeln, darunter der Schließmuskel, nach außen verschlossen. Im Dick- und Mastdarm werden die nicht verdauten Teile der Nahrung durch Wasserentzug eingedickt und für die Entleerung gesammelt. Die zunehmende Füllung des Mastdarms schließlich löst den Drang für die Stuhlentleerung aus.
Spricht man von Darmkrebs, so ist damit fast immer eine Krebserkrankung des Dickdarms (Kolonkarzinom) oder des Mastdarms (Rektumkarzinom) gemeint. Der Krebs geht dabei meist von der Schleimhaut des Darmes aus. Das Erkrankungsrisiko steigt mit dem Lebensalter allmählich an.
In Deutschland erkranken jährlich ca. 52.000 Menschen an Darmkrebs, und ca. 30.000 sterben an seinen Folgen. Das entspricht der Bevölkerung einer Kleinstadt. Die Krankheit betrifft Frauen und Männer gleichermaßen und ist die zweithäufigste Krebserkrankung überhaupt.
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