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Wissenswertes über die Wirbelsäule
Die Wirbelsäule ist von zentraler Bedeutung für den menschlichen Körper und seine Gesundheit. Sie ermöglicht den aufrechten Gang, ist sehr belastbar, dabei beweglich und schützt zugleich das Rückenmark.
Die drei Funktionen der Wirbelsäule:
- Tragefunktion für den Kopf, Hals, Arme, Rumpf und alles, was der Mensch sonst noch auflädt - von Taschen bis zu den schwersten Gewichten.
- Bewegungsfunktion, damit der Mensch seinen Körper gezielt drehen und wenden, sowie bei jedem Schritt seinen Oberkörper auspendeln kann. Somit gerät er beim Laufen nicht aus dem Gleichgewicht.
- Schutzfunktion für das Rückenmark, die Muskeln, die Bänder und die Gelenke
Die Wirbelsäule ist eigentlich eine tragfähige Konstruktion aus Knochen, Bändern und Gelenken. Das sprichwörtliche Rückrat unseres Körpers ist aber auch ein Schutzpanzer mit einem hoch sensiblen Innenleben: In diesem Knochenkanal verläuft das Rückenmark, der wichtigste Nervenstrang des Organismus.
Natürliche Stoßdämpfer: .
Auch wenn die Wirbelsäule die „tragende" Rolle unseres Körpers spielt, so ist sie doch letztendlich vergleichbar mit einer Perlenkette aus insgesamt 29 einzelnen Knochenbausteinen. Die einzelnen Wirble sind zwar stabile Glieder, sie sind aber nur locker aneinander gebunden. Unser Rückrat soll nämlich zwei widersprüchliche Aufgabe in einem erfüllen: Es muss die Erschütterung jeden Schrittes, jeder Bewegung abfedern, soll aber gleichzeitig die maximale Stabilität des Körpers garantieren.
Die Lösung dieses Problems liefern die Bandscheiben. Wie elastische Kissen zwischen den Wirbeln machen sie fast alle Bewegungen im Laufe eines Lebens mit und erfüllen eine Stoßdämpferfunktion. Doch so wirkungsvoll dieses Prinzip arbeitet, so störanfällig kann es auch sein. Ist dieses sensibel abgestimmte System erstmal aus dem Gleichgewicht, kann das bis zu extremen und andauernden Schmerzen im Kreuz führen.
Bei der Bandscheibenvorwölbung, beispielsweise, verschiebt sich die gesamte Bandscheibe oder leiert aus und quetscht dadurch die Nerven. Beim Bandscheibenvorfall hingegen reißt der elastische Ring, der gelartige Kern tritt aus und kann im Rückenmarkskanal für erhebliche Schwierigkeiten sorgen, mit Lähmungen, Gefühlsstörungen, Schmerzen.
Auch der Zahn der Zeit macht der Wirbelsäule zu schaffen. Die Bandscheiben trocknen aus und verlieren ihren Stoßdämpfereffekt. Jetzt werden die Wirbelkörper bei Stößen verstärkt beansprucht, nutzen sich ab und bilden gezackte Räder. Dadurch können auch die im Wirbelkanal verlaufende Strukturen gestört werden - mit schmerzhaften Folgen.
Auch für die Vitalität und den ungehinderten Fluss der Lebensenergie (entsprechend dem „Chi" in der chinesischen Medizin) spielen die Wirbelsäule und ihre zahlreichen Gelenke eine große Rolle.
Zwischen den Wirbel verlaufen alle Nerven, die Gehirn und Rückenmark mit unseren Muskeln, Organen und Sinnenszellen verninden. Ist ein Wirbel blockiert, wird der Nerv an dieser Stelle irritiert und der Energiefluss gestört. Die Folgen reichen von Rückenschmerzen bis zu zahlreichen Beschwerden, die man auf den ersten Blick gar nicht mit der Wirbelsäule in Vernindung bringt.
Bild für Übersicht der Wirbelsäule als Bild zum Download (ca. 650 KB) *..pdf
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