Schnarchen

Schnarchen kann nicht nur lästig und störend sein, es gefährdet auch die Gesundheit

Wer schnarcht?
Nahezu jeder Mensch wird ungeachtet seines Alters das eine der andere mal schnarchen. So wie Alterungsprozesse dazu führen können, dass man mit zunehmendem Alter eine Brille tragen muss, kann es geschehen, dass das Schnarchen im Alter stärker wird oder erst dann beginnt.
Die Erkenntnisse einer nationalen Erhebung in den USA bestätigten bereits 1994, 90 Millionen Amerikaner über 18 Jahre schnarchen und 3 7 Millionen betrachtet man als starke, re gelmä ßige Schnarcher. Zungengrund
Auch in Europa wird über die Problematik des Schnarchens berichtet. Die ThüringerAllgemeine Zeitung berichtete am 13. November 2001:
Etwajede zweite Frau wird nachts durch das Schnarchen ihres Partners aus dem Schlaf gerissen. Bei einer repräsentativen Umfrage für eine Zeitschrift kam heraus, dass 72 Prozent aller Männer schnarchen. 29 Prozent der Frauen sind besonders genervt, wenn der Partner weiter „sägt", auch wenn sie ihn mehr oder weniger heftig anspricht oder anstupst.
Nur jede zehnte Frau verlässt - Kissen und Decke unterm Arm - das gemeinsame Bett, wenn sie es nicht mehr aushält. Neun Prozent wünschen sich getrennte Schlafzimmer, ebenfalls neun Prozent schlafen daher schon getrennt. 14 Prozent von 1000 befragten Frauen entwickeln nächtliche Hassgefühle und geben zu: „Wenn er schnarcht, könnte ich ihn umbringen." Und hier soll jemand behaupten, Schnarchen sei nicht gefährlich!

Was ist Schnarchen?
Schnarchen ist ein Atemgeräusch das gewöhnlich beim Ein- oder Ausatmen im Schlafauftritt. Das typische Geräusch wird durch den weichen Gaumen produziert, indem dieser gegen den Rücken des Halses oder gegen den Zungenansatz vibriert.
Diese Vibration öffnet und schließt im schnellen Wechsel die Luftpassage und erschwert das Einatmen.
Das Schnarchgeräusch ist also ein eindeutiger Hinweis darauf, dass die Atempassage blockiert ist, zumindest in Abständen.

Was verursacht Schnarchen?
Schnarchen ist ein medizinisches Leiden, dessen Symptome eben die Schnarchgeräusche sind. Das Schnarchen kann eine Reihe weiterer gesundheitlicher Störungen auslösen (siehe auch Abschnitt „Nebenwirkungen. des Schnarchens"). Dabei können die Beschwerden einzeln oder in Kombination mit anderen Begleiterscheinungen auftreten.
Normalerweise atmet der Mensch über die Nase. Ist der Sauerstoffbedarf erhöht, was in Folge körperlicher Anstrengung der Fall sein kann, ist unter Umständen der Luftkanal über die Nase zu klein, um genügend Luft zu ziehen. Über die Mundatmung kann eine ausreichende Sauerstoffversorgung gewährleistet werden. Auch in der Nacht atmet man über den Mund, sollte die Sauerstoffmenge die man über die Nasenatmung zur Verfügung gestellt bekommt nicht ausreichend sein. Ein offener Mund erhöht aber wie bereits beschrieben, erheblich das Potential zu schnarchen.
Es gibt mehrere Gründe, warum man über die Nase nicht genügend Luft bekommt. So können mechanische Beschaffenheiten oder Erkältungen Auslöser dieser Problematik sein. Auch starkes Übergewicht verschärft die Situation. So reichem sich Fettdepots im Halsbereich an, die wiederum den Luftkanal verengen.
Drogen wie Alkohol, Beruhigungsmittel oder Antihistaminikas (für Allergiker) wirken auf die Gewebe des Halses und auf die Zungenmuskulatur entspannend. Dadurch können die Gewebe im Hals verstärkt unter dem Luftstrom vibrieren.

Gefährliche Nebenwirkungen des Schnarchens Schnarchen kann zu Unterkühlung, Sauerstoffmangel aber auch Atemstillstand (Schlaf-Apnoe) führen.
Durch Erschlaffung der Rachenmuskulatur kann es zu einem kompletten Verschluss der Atemwege kommen. Der Atemstillstand kann 10 Sekunden bis über eine Minute dauern. In diesem Fall sind Auswirkungen auf das Herz-Kreislaufsystem möglich: Blutdruckanstieg, Sauerstoffmangel im Herzmuskel und im Gehirn.
Hierzu berichtete die Deutsche Presseagentur am 5.Dez.01: Bochum (dpa) - Schnarchen kann nach Erkenntnissen von Bochumer Wissenschaftlern wie Rauchen und Bluthochdruck zu Herzkreislauf-Erkrankungen führen. „Uns ist es erstmals gelungen, einen Zusammenhang zwischen Schnarchen und Gefäßkrankeiten herzustellen", erklärte der Pneumologe Hans-Werner Duchna am Dienstag in Bochum. Das gefährliche Schnarchen, die Schlafapnoe, führe zu einer Einschränkung der Endothelzellen, die den Blutfluss steuern. Dadurch könnten sich die Gefäße nur auf 60 Prozent ihrer Maximalweite ausdehnen. Schlaf-Apnoe führt darüber hinaus bei den Patienten zu Müdigkeit und Konzentrationsstörungen: „So verursachen die Betroffenen sieben Mal so viele Verkehrsunfälle wie gesunde Menschen", erläuterte der Pneumologe.

Maßnahmen gegen das Schnarchen
a) Gewichtsreduktion
b) Verbesserung der Atmung über die Nase
c) Verzicht aufAlkohol d) Verzicht auf Rauchen
e) Sprechen Sie mit IhremArzt
f) Verwenden Sie das Anti-Schnarcherspray

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